Würdest du widersprechen, wenn die Mehrheit längst entschieden hat?
Wenn niemand widerspricht, wird Unrecht normal.
Widerstand beginnt mit einem Zweifel.
Zwischen Angst, Zweifel und Mut entstehen Räume, in denen wir entscheiden müssen, was richtig ist. Was uns unser Gewissen sagt.
Der Kurs Darstellendes Spiel (Q2) hat in Gruppen Szenen zum Thema „Widerstand“ entwickelt. Dabei war es wichtig, dass trotz der unterschiedlichen Szenen ein roter Faden erkennbar bleibt. Darüber hinaus hat das gesamte Ensemble gemeinsam Bewegungen entwickelt und choreografiert, die das Thema weitertragen.
Das Stück verbindet drei unterschiedliche Perspektiven auf Widerstand: eine dystopische Geschichte, in der Machtstrukturen herausgefordert werden, eine Gruppendynamik-Situation, in der Anpassung und Mitlaufen auf die Probe gestellt werden, und eine Zukunftsvision, die die Rolle des Menschen im Zeitalter von Technologie und künstlicher Intelligenz hinterfragt.
Jede Szene lädt dazu ein, die eigene Haltung zu prüfen.
Wie würdest du handeln, wenn du selbst im Zwiespalt zwischen Angst, Zweifel und Mut stehst?
Welche Entscheidungen würdest du treffen – und welchen Preis wärst du bereit zu zahlen?
Finde es heraus am 09. und 10. März 2026 um 19:30 in der Aula der GSS. Der Eintritt ist frei.
Am 11.02.2026 unternahm unser Geschichtskurs eine Exkursion zur Gedenkstätte Breitenau in Guxhagen. Ziel des Besuchs war es, die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers und Arbeitserziehungslagers der NS-Zeit zu verstehen und die historischen Orte direkt vor Ort zu erleben.
Nach unserer Ankunft begann der Tag damit, dass wir gemeinsam Vorwissen sammelten. Wir ergänzten einen Zeitstrahl, auf dem die wichtigsten Ereignisse der Breitenau-Geschichte eingeordnet wurden. Außerdem sammelten wir Fragen, die uns besonders interessierten. Nach einer kurzen Pause gingen wir als Gruppe hinaus und betrachteten im Rahmen einer Führung das Gelände; darunter das ehemalige Kloster, das heute noch erhalten ist. Wir beschäftigten uns mit der Ernährungssituation, den hygienischen Bedingungen und der Frage, wie das Leben und Überleben der Gefangenen damals beeinflusst wurde.
Besonders eindrücklich und zugleich erschreckend war für uns die Einzelzelle, in der aber tatsächlich mehrere Personen auf engstem Raum untergebracht waren. Vor allem die in die Wand eingeritzten Worte und Zeichen der Gefangenen haben uns sehr bewegt, da sie zeigen, wie die Inhaftierten versuchten, Spuren ihrer Existenz zu hinterlassen und ihre Gedanken oder Hoffnungen festzuhalten. Anschließend arbeiteten wir mit Kopien von originalen Akten aus der Zeit des Arbeitserziehungslagers. Jeder von uns bekam Akten von ehemaligen Gefangenen, die wir analysierten. Wir versuchten herauszufinden, woher die Menschen kamen, wie alt sie waren und wohin sie deportiert wurden. Nach einer längeren Mittagspause, in der wir uns stärken konnten, teilten wir uns in Gruppen auf und bereiteten Präsentationen vor.
Unsere Themen umfassten wichtige Orte und Gebäude der Gedenkstätte, wie zum Beispiel die Alte Pforte, die Arbeitsbaracke, die Zehntscheune, die Küche, das Landarmenhaus und das Frauenhaus. Als unsere Präsentationen fertig waren, gingen wir zu den jeweiligen Orten auf dem Gelände zurück und trugen dort unsere Ergebnisse der gesamten Gruppe vor. Das hat den Vorteil, dass man nicht nur im Seminarraum sitzt, sondern an dem Ort steht, über den man spricht. Zum Abschluss kehrten wir wieder in den Seminarraum zurück und gingen gemeinsam die zu Beginn gesammelten Fragen durch. Danach gab es noch ein Schlusswort und die Veranstaltung wurde beendet.
Für uns war der Besuch der Gedenkstätte sehr interessant, weil wir durch die Arbeit mit originalen Dokumenten und den Rundgang vor Ort viel besser verstanden haben, wie Menschen während der NS-Zeit leiden mussten. Besonders eindrücklich war, echte Akten zu lesen und persönliche Schicksale kennenzulernen; dies macht die historische Zeit viel greifbarer, als wenn man nur im Unterricht darüber spricht. Die Exkursion war sehr informativ, aber auch emotional belastend. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Erinnerungsorte wie die Gedenkstätte Breitenau sind: Sie helfen uns, nicht zu vergessen, was in der Vergangenheit geschehen ist, und regen zum Nachdenken über Menschenrechte und Demokratie an.
Beim Handballturnier der Oberstufenschulen, jährlich ausgerichtet von der Herderschule Kassel, startete die Geschwister-Scholl-Schule auch in diesem Jahr mit zwei Mannschaften.
Der Turnierverlauf der Damen stand aufgrund von Verletzungen und Krankheit diesmal unter keinen guten Vorzeichen, man musste das Turnier mit nur einer Auswechselspielerin und ohne gelernte Torhüterin antreten. Dennoch reichte es – nach dem starken zweiten Platz im Vorjahr – in diesem Jahr zu Platz vier.
Bei den Herren gab es einen dramatischen Auftakt: Das erste Gruppenspiel gegen die ASS Hofgeismar wurde in letzter Sekunde mit einem Tor gewonnen. Im zweiten Spiel folgte eine knappe Niederlage gegen die Max-Eyth-Schule Kassel, bevor zwei Siege gegen das Lichtenberggymnasium und den Gastgeber Herderschule den Weg zurück an die Tabellenspitze ebneten. Da die Geschwister-Scholl-Schule und die Max-Eyth-Schule punktgleich das Turnier abschlossen, musste ein Entscheidungsspiel um den Turniersieg stattfinden. Dieses gewannen die Jungs der GSS Melsungen und verteidigten somit erfolgreich ihren Titel aus dem Vorjahr.
Die beiden erfolgreichen Handball-Teams der GSS mit ihrem Betreuer Tomy Stein.
Parallel zur Projektwoche der Geschwister-Scholl-Schule fahren die Sport-Leistungs- und Orientierungskurse der Jahrgangsstufen 11 und 12 traditionell zur Langlaufwoche nach Seefeld. So auch dieses Jahr, in dem der Orientierungskurs von Frau Schreiber und die beiden Leistungskurse aus der Q1 von Herr Broß und Herrn Stein teilnahmen. Die Abfahrt nach Seefeld war bereits am Sonntagmorgen, die Ankunft in Melsungen war am späten Donnerstag kurz vor Mitternacht.
Für den Aufenthalt in Seefeld gibt es mittlerweile eingespielte Routinen. Nach einem Tag zur Eingewöhnung im flachen Gelände in Leutasch wird an den beiden folgenden Tagen der Schwierigkeitsgrad gesteigert und gezielt auf die Abschlussrennen am Donnerstagmorgen hingearbeitet. Zum einen gibt es eine ca. 4 Kilometer lange Runde mit einem längeren Anstieg und entsprechenden Abfahrten, die von den Schülerinnen und Schülern bereits einiges an Skibeherrschung und Ausdauer erfordert. Alternativ kann auch eine kürzere Runde im flachen Gelände gewählt werden, um den unterschiedlichen Leistungsständen Rechnung zu tragen.
Das Wetterfeld in Seefeld zeigte sich von seiner besten Seite. Am den ersten beiden Tagen war nach Neuschnee viel Sonnenschein, was das Naturerlebnis noch schöner machte. Am Renntag gab es in der Nacht abermals Neuschnee. Dadurch war das Rennen zwar etwas schwieriger, was von den Schülerinnen und Schüler aber dennoch gut bewältigt wurde.
Im Rahmenprogramm gab es am Dienstag einen Discoabend, der gut angenommen und von vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur Ablenkung von den intensiven Trainigseinheiten genutzt wurde. Vor dem Renntag war der Nachmittag frei, was vielen Schülerinnen und Schüler für einen Einkaufsbummel, zum Schlittschuhlaufen oder für andere Aktivitäten in Seefeld gelegen kam.
Alles in allem war die Ski-Exkursion wieder eine tolle Veranstaltung außerhalb des regulären Schulbetriebes. Ein Dank gilt dem Förderverein der GSS für die finanzielle Unterstützung der Fahrt!
Auch in diesem Jahr haben die Leistungskurse Biologie Q1 das Future Space in Kassel besucht. Im Mittelpunkt standen praxisnahe naturwissenschaftliche Experimente und das Kennenlernen moderner Labortechnik.
Unter der Begleitung von Frau Bussiek und Frau Fett analysierten die Schülerinnen und Schüler ihren eigenen genetischen Fingerabdruck. Dabei sammelten sie vielfältige Erfahrungen in Arbeitstechniken, die für Laborberufe zentral sind – vom sicheren Pipettieren über das Arbeiten unter möglichst sterilen Bedingungen bis hin zur Auswertung von Versuchsergebnissen. Methoden wie DNA-Extraktion, PCR und Gel-Elektrophorese wurden anschaulich vermittelt und selbst erprobt.
Neben den fachlichen Kompetenzen spielte auch die Auseinandersetzung mit Fragen der Datensicherheit und Ethik eine Rolle: Wie geht man verantwortungsvoll mit genetischen Informationen um? Welche Chancen und Grenzen haben moderne Analysetechniken? Die Einblicke zeigten, wie spannend und relevant naturwissenschaftliches Arbeiten ist und welche Berufsfelder – etwa in Biotechnologie, medizinischer Diagnostik oder Umweltanalytik – sich daraus ergeben.
Ein herzliches Dankeschön an das Team des Future Space für die spannenden Experimente und die hervorragende Lernatmosphäre!
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