Geschwister-Scholl-Schule

Das Oberstufengymnasium im Schwalm-Eder-Kreis

Gemeinsam Hoffnung schenken

Mitten in der Mottowoche und in den letzten intensiven Vorbereitungen auf das Abitur hat die GSS ein starkes Zeichen gesetzt. Während für die Abiturientinnen und Abiturienten die vorletzte Schulwoche begann, stand am vergangenen Mittwoch ein Thema im Mittelpunkt, das weit über Schule hinausgeht: Leben retten.

Bei der diesjährigen DKMS-Aktion konnten sich rund 200 Schülerinnen und Schüler registrieren lassen. Eine beeindruckende Zahl, die zeigt, wie groß die Bereitschaft ist, Verantwortung zu übernehmen und anderen Menschen Hoffnung zu schenken. Auch ca. 50 interessierte Schülerinnen und Schüler der Radko-Stöckl-Schule nahmen an der Aktion teil.

Den Auftakt bildete ein Vortrag von Paula Kiesewetter, Referentin der DKMS, die aus Berlin angereist war. Sie klärte nicht nur über das Thema Blutkrebs auf, sondern machte auch deutlich, wie einfach es sein kann, potenzieller Lebensretter zu werden.

Besonders bewegend waren die persönlichen Einblicke unserer Gäste. Unser ehemaliger Schüler Luca Engel berichtete von seiner eigenen Stammzellspende und zeigte, wie konkret Hilfe aussehen kann. Ebenso berührte Frau Beate Saul, die als Mutter einer Schülerin ihre eigene Geschichte teilte und eindrucksvoll vor Augen führte, was eine solche Erkrankung für Betroffene und Familien bedeutet.

Parallel dazu wurde die Aktion von einem engagierten Organisationsteam aus der Schülerschaft, das während der Projektwoche entstanden ist, vorbereitet und getragen. Mit viel Einsatz organisierten Emylia Erben und Lotta Siemon unter anderem eine Tombola, die auf große Resonanz stieß. Insgesamt wurden rund 600 Lose verkauft. Der Erlös kommt der DKMS zugute.

Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen lokalen Unternehmen, die diese Tombola mit großzügigen Spenden unterstützt haben. Stellvertretend seien hier die MT Melsungen, die Kassel Huskies sowie viele weitere Unterstützer aus der Region genannt. Auch unsere ehemalige Schülerin Milena Reinsdorf (Trend Lounge) hat mit ihrem Engagement zum Gelingen beigetragen.

Ein herzliches Dankeschön geht auch an Ralf Ganß für die leckeren Würstchen und an Südzucker aus Wabern für die Zuckerwattemaschine. Unsere Abiturientinnen und Abiturienten standen selbst am Grill und haben zusammen mit den süßen Angeboten für richtig gute Stimmung gesorgt. So wurde aus der Aktion nicht nur ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen Blutkrebs. Diese DKMS-Aktion hat einmal mehr gezeigt, was möglich ist, wenn eine Schulgemeinschaft zusammenkommt. Zwischen Abiturstress, Zukunftsplänen und Abschiedsstimmung ist ein Tag entstanden, der Mut macht, verbindet und vielleicht sogar Leben rettet.

Sportabzeichenehrung der Geschwister-Scholl-Schule

Gleich 28 Schülerinnen und Schüler aus allen drei Jahrgangsstufen konnten Mitte März 2026 ihre Urkunden und Sportabzeichen in Bronze, Silber und Gold aus der der Hand des Schulleiters, Herrn von Sierakowsky, entgegennehmen.

Dem vorausgegangen war ein teilweise mehrwöchiger Fitnesstest in den Bereichen Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Ausdauer. Dazu wurden wahlweise 100 Meter gesprintet, Kugeln gestoßen, Übungen mit dem Springseil oder Turnübungen demonstriert sowie abhängig vom Alter 800 Meter oder 3000 Meter gelaufen. Auch ein Nachweis der Schwimmfertigkeit war zu erbringen.

Nur wer in allen Übungen erfolgreich die Mindestanforderungen übertraf, wurde sodann mit den Sportabzeichen in den verschiedenen Abstufungen ausgezeichnet. Umso erfreulicher, dass unter allen Teilnehmenden rund 40 % der Schülerinnen und Schüler in allen geforderten Bereichen punkten konnten.

Auch in der Saison 2026/2027 wird die Geschwister-Scholl-Schule Melsungen wieder am Sportabzeichenwettbewerb des Schwalm-Eder-Kreises teilnehmen. Ein Schwerpunkt soll in diesem Jahr in der Teilnahme der Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase bestehen. Es bleibt abzuwarten, ob dann die bereits sehr gute Zahl von 28 ausgezeichneten Personen für das Jahr 2025/2026 nochmals übertroffen werden kann.

Georg Dreßler

Ein unvergesslicher Abend voller Freude und Zusammenhalt

Am Samstag, den 28. Februar 2026, verwandelte sich die Neue Aula der Gesamtschule Melsungen in einen Ort der Begegnung und der Musik. Gemeinsam mit der Geschwister-Scholl-Schule hatten die Fördervereine beider Schulen zu einem wunderbaren Schul- und Ehemaligenball eingeladen – und die Resonanz war überwältigend.

Aktive und ehemalige Lehrerinnen und Lehrer sowie zahlreiche Ehemalige aller Jahrgänge feierten zusammen einen rundum gelungenen Abend. Die Stimmung war von Anfang an herzlich und ausgelassen: Überall sah man strahlende Gesichter, herzliche Umarmungen und die Freude des Wiedersehens.

Für die musikalische Untermalung gab es Live-Musik, die zum Tanzen einlud. Durch das Programm führten die Moderatoren Herr Ochs und Frau Fett. Das Buffet von Frau Danzer überzeugte mit leckeren Köstlichkeiten für jeden Geschmack.

Das Programm wurde eröffnet mit einem charmanten Ausschnitt aus dem Musical „My Fair Lady“. Die drei Lehrerinnen Frau Fett, Frau Baum und Frau Melsheimer präsentierten zwei Lieder  – mit viel Witz und Gefühl. Begleitet wurden sie am Klavier von dem ehemaligen Schüler Max Neudecker, der mit seinem einfühlsamen Spiel die Szenen perfekt untermalte. Dieser Auftritt steht symbolisch für den Zweck dieses Balls – ehemalige Schüler und Lehrerinnen stehen gemeinsam auf der Bühne und musizieren.

Besonders beeindruckend waren die tollen Live-Acts unserer beiden Schulen: Die RopeSkipper zeigten atemberaubende Sprungkunst und beeindruckende Choreografien, während die Tänzerinnen beider Schulen mit eleganten und energiegeladenen Darbietungen für Gänsehautmomente sorgten. Ein großes Kompliment an alle Mitwirkenden – ihr habt den Abend unvergesslich gemacht!

Der gesamte Erlös des Abends kommt den Fördervereinen der Gesamtschule Melsungen und der Geschwister-Scholl-Schule zugute und fließt damit direkt in Projekte, die unseren Schülerinnen und Schülern zugutekommen.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Helferinnen und Helfer im Hintergrund, an die großzügigen Sponsoren, die Künstlerinnen und Künstler sowie an jede und jeden, der diesen Abend durch seine Anwesenheit so besonders gemacht hat. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Wiedersehen – bis dahin bleiben uns die schönen Erinnerungen an einen rundum gelungenen Ball!

Exkursion eines Geschichtskurses zur Gedenkstätte Trutzhain

Am 11.02.2026 besuchten wir mit unserem Geschichtskurs von Frau Büchling-Henkel und dem Geschichtskurs von Herrn Tolle die Gedenkstätte und das Museum Trutzhain. Die Gedenkstätte liegt auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers STALAG IX A Ziegenhain, das 1939 errichtet wurde. Während des Zweiten Weltkriegs waren dort zeitweise über 53.000 Gefangene aus verschiedenen europäischen Ländern inhaftiert. Wir haben gelernt, dass die Gefangenen unter sehr schlechten Bedingungen leben mussten. Besonders sowjetische Kriegsgefangene wurden extrem schlecht behandelt, litten unter Hunger, Krankheiten und harter Zwangsarbeit. Viele starben im Lager. Die Nationalsozialisten missachteten das Völkerrecht und behandelten die Gefangenen je nach Herkunft unterschiedlich.

Besonders an diesem Ort ist, dass er nicht nur eine traurige und negative Geschichte hat, sondern auch eine positive Seite zeigt. Nach dem Krieg wurde das Lager zunächst von der US-Armee als Internierungslager genutzt, später als sogenanntes Displaced-Persons-Camp für heimatlose Menschen, vor allem jüdische Überlebende aus Osteuropa, und schließlich als Flüchtlingssiedlung. Für viele Menschen war Trutzhain ein Ort des Neuanfangs. Der Ausflug war sehr abwechslungsreich gestaltet. Wir haben mit einem Rundgang durchs Dorf begonnen und uns dabei die alten Baracken und Friedhöfe angeschaut, während uns Herr Junker, ein Mitarbeiter der Gedenkstätte, viel dazu erzählt hat. Anschließend schauten wir einen Film im Museum, in dem historische Hintergründe erklärt wurden und Interviews von ehemaligen Gefangenen gezeigt wurden, die ihre ganz unterschiedlichen Erfahrungen teilten. Nach der Mittagspause arbeiteten wir in Gruppen an ausgewählten Themen. Das hat uns besonders gut gefallen, weil man so eigenständig im Museum gezielt nach Informationen suchen musste und sich noch einmal intensiver mit den Inhalten beschäftigen konnte. Zum Schluss trafen wir uns wieder, um die Ergebnisse und Eindrücke des Tages zusammenzutragen.

Die Exkursion hat uns sehr eindrücklich gezeigt, wie das Lager aufgebaut war und wie es den Menschen dort ergangen ist. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Geschichte nicht nur aus Zahlen und Fakten besteht, sondern auch von persönlichen Geschichten und menschlichen Schicksalen geprägt wird. Besonders die Mischung aus Rundgang, Film, Gruppenarbeit und Gesprächen hat den Tag interessant und lehrreich gemacht und uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Marlene Träger & Johanna Feller

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