Gleich 28 Schülerinnen und Schüler aus allen drei Jahrgangsstufen konnten Mitte März 2026 ihre Urkunden und Sportabzeichen in Bronze, Silber und Gold aus der der Hand des Schulleiters, Herrn von Sierakowsky, entgegennehmen.
Dem vorausgegangen war ein teilweise mehrwöchiger Fitnesstest in den Bereichen Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Ausdauer. Dazu wurden wahlweise 100 Meter gesprintet, Kugeln gestoßen, Übungen mit dem Springseil oder Turnübungen demonstriert sowie abhängig vom Alter 800 Meter oder 3000 Meter gelaufen. Auch ein Nachweis der Schwimmfertigkeit war zu erbringen.
Nur wer in allen Übungen erfolgreich die Mindestanforderungen übertraf, wurde sodann mit den Sportabzeichen in den verschiedenen Abstufungen ausgezeichnet. Umso erfreulicher, dass unter allen Teilnehmenden rund 40 % der Schülerinnen und Schüler in allen geforderten Bereichen punkten konnten.
Auch in der Saison 2026/2027 wird die Geschwister-Scholl-Schule Melsungen wieder am Sportabzeichenwettbewerb des Schwalm-Eder-Kreises teilnehmen. Ein Schwerpunkt soll in diesem Jahr in der Teilnahme der Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase bestehen. Es bleibt abzuwarten, ob dann die bereits sehr gute Zahl von 28 ausgezeichneten Personen für das Jahr 2025/2026 nochmals übertroffen werden kann.
Am 11.02.2026 besuchten wir mit unserem Geschichtskurs von Frau Büchling-Henkel und dem Geschichtskurs von Herrn Tolle die Gedenkstätte und das Museum Trutzhain. Die Gedenkstätte liegt auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers STALAG IX A Ziegenhain, das 1939 errichtet wurde. Während des Zweiten Weltkriegs waren dort zeitweise über 53.000 Gefangene aus verschiedenen europäischen Ländern inhaftiert. Wir haben gelernt, dass die Gefangenen unter sehr schlechten Bedingungen leben mussten. Besonders sowjetische Kriegsgefangene wurden extrem schlecht behandelt, litten unter Hunger, Krankheiten und harter Zwangsarbeit. Viele starben im Lager. Die Nationalsozialisten missachteten das Völkerrecht und behandelten die Gefangenen je nach Herkunft unterschiedlich.
Besonders an diesem Ort ist, dass er nicht nur eine traurige und negative Geschichte hat, sondern auch eine positive Seite zeigt. Nach dem Krieg wurde das Lager zunächst von der US-Armee als Internierungslager genutzt, später als sogenanntes Displaced-Persons-Camp für heimatlose Menschen, vor allem jüdische Überlebende aus Osteuropa, und schließlich als Flüchtlingssiedlung. Für viele Menschen war Trutzhain ein Ort des Neuanfangs. Der Ausflug war sehr abwechslungsreich gestaltet. Wir haben mit einem Rundgang durchs Dorf begonnen und uns dabei die alten Baracken und Friedhöfe angeschaut, während uns Herr Junker, ein Mitarbeiter der Gedenkstätte, viel dazu erzählt hat. Anschließend schauten wir einen Film im Museum, in dem historische Hintergründe erklärt wurden und Interviews von ehemaligen Gefangenen gezeigt wurden, die ihre ganz unterschiedlichen Erfahrungen teilten. Nach der Mittagspause arbeiteten wir in Gruppen an ausgewählten Themen. Das hat uns besonders gut gefallen, weil man so eigenständig im Museum gezielt nach Informationen suchen musste und sich noch einmal intensiver mit den Inhalten beschäftigen konnte. Zum Schluss trafen wir uns wieder, um die Ergebnisse und Eindrücke des Tages zusammenzutragen.
Die Exkursion hat uns sehr eindrücklich gezeigt, wie das Lager aufgebaut war und wie es den Menschen dort ergangen ist. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Geschichte nicht nur aus Zahlen und Fakten besteht, sondern auch von persönlichen Geschichten und menschlichen Schicksalen geprägt wird. Besonders die Mischung aus Rundgang, Film, Gruppenarbeit und Gesprächen hat den Tag interessant und lehrreich gemacht und uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Würdest du widersprechen, wenn die Mehrheit längst entschieden hat?
Wenn niemand widerspricht, wird Unrecht normal.
Widerstand beginnt mit einem Zweifel.
Zwischen Angst, Zweifel und Mut entstehen Räume, in denen wir entscheiden müssen, was richtig ist. Was uns unser Gewissen sagt.
Der Kurs Darstellendes Spiel (Q2) hat in Gruppen Szenen zum Thema „Widerstand“ entwickelt. Dabei war es wichtig, dass trotz der unterschiedlichen Szenen ein roter Faden erkennbar bleibt. Darüber hinaus hat das gesamte Ensemble gemeinsam Bewegungen entwickelt und choreografiert, die das Thema weitertragen.
Das Stück verbindet drei unterschiedliche Perspektiven auf Widerstand: eine dystopische Geschichte, in der Machtstrukturen herausgefordert werden, eine Gruppendynamik-Situation, in der Anpassung und Mitlaufen auf die Probe gestellt werden, und eine Zukunftsvision, die die Rolle des Menschen im Zeitalter von Technologie und künstlicher Intelligenz hinterfragt.
Jede Szene lädt dazu ein, die eigene Haltung zu prüfen.
Wie würdest du handeln, wenn du selbst im Zwiespalt zwischen Angst, Zweifel und Mut stehst?
Welche Entscheidungen würdest du treffen – und welchen Preis wärst du bereit zu zahlen?
Finde es heraus am 09. und 10. März 2026 um 19:30 in der Aula der GSS. Der Eintritt ist frei.
Am 11.02.2026 unternahm unser Geschichtskurs eine Exkursion zur Gedenkstätte Breitenau in Guxhagen. Ziel des Besuchs war es, die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers und Arbeitserziehungslagers der NS-Zeit zu verstehen und die historischen Orte direkt vor Ort zu erleben.
Nach unserer Ankunft begann der Tag damit, dass wir gemeinsam Vorwissen sammelten. Wir ergänzten einen Zeitstrahl, auf dem die wichtigsten Ereignisse der Breitenau-Geschichte eingeordnet wurden. Außerdem sammelten wir Fragen, die uns besonders interessierten. Nach einer kurzen Pause gingen wir als Gruppe hinaus und betrachteten im Rahmen einer Führung das Gelände; darunter das ehemalige Kloster, das heute noch erhalten ist. Wir beschäftigten uns mit der Ernährungssituation, den hygienischen Bedingungen und der Frage, wie das Leben und Überleben der Gefangenen damals beeinflusst wurde.
Besonders eindrücklich und zugleich erschreckend war für uns die Einzelzelle, in der aber tatsächlich mehrere Personen auf engstem Raum untergebracht waren. Vor allem die in die Wand eingeritzten Worte und Zeichen der Gefangenen haben uns sehr bewegt, da sie zeigen, wie die Inhaftierten versuchten, Spuren ihrer Existenz zu hinterlassen und ihre Gedanken oder Hoffnungen festzuhalten. Anschließend arbeiteten wir mit Kopien von originalen Akten aus der Zeit des Arbeitserziehungslagers. Jeder von uns bekam Akten von ehemaligen Gefangenen, die wir analysierten. Wir versuchten herauszufinden, woher die Menschen kamen, wie alt sie waren und wohin sie deportiert wurden. Nach einer längeren Mittagspause, in der wir uns stärken konnten, teilten wir uns in Gruppen auf und bereiteten Präsentationen vor.
Unsere Themen umfassten wichtige Orte und Gebäude der Gedenkstätte, wie zum Beispiel die Alte Pforte, die Arbeitsbaracke, die Zehntscheune, die Küche, das Landarmenhaus und das Frauenhaus. Als unsere Präsentationen fertig waren, gingen wir zu den jeweiligen Orten auf dem Gelände zurück und trugen dort unsere Ergebnisse der gesamten Gruppe vor. Das hat den Vorteil, dass man nicht nur im Seminarraum sitzt, sondern an dem Ort steht, über den man spricht. Zum Abschluss kehrten wir wieder in den Seminarraum zurück und gingen gemeinsam die zu Beginn gesammelten Fragen durch. Danach gab es noch ein Schlusswort und die Veranstaltung wurde beendet.
Für uns war der Besuch der Gedenkstätte sehr interessant, weil wir durch die Arbeit mit originalen Dokumenten und den Rundgang vor Ort viel besser verstanden haben, wie Menschen während der NS-Zeit leiden mussten. Besonders eindrücklich war, echte Akten zu lesen und persönliche Schicksale kennenzulernen; dies macht die historische Zeit viel greifbarer, als wenn man nur im Unterricht darüber spricht. Die Exkursion war sehr informativ, aber auch emotional belastend. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Erinnerungsorte wie die Gedenkstätte Breitenau sind: Sie helfen uns, nicht zu vergessen, was in der Vergangenheit geschehen ist, und regen zum Nachdenken über Menschenrechte und Demokratie an.
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