Das Oberstufengymnasium im Schwalm-Eder-Kreis

Autor: Jan Kramer (Seite 2 von 14)

„Resistentia“ – Ein Stück über Widerstand am 09. & 10.03.2026 in der Aula der GSS

Würdest du widersprechen, wenn die Mehrheit längst entschieden hat?

Wenn niemand widerspricht, wird Unrecht normal.

Widerstand beginnt mit einem Zweifel.

Zwischen Angst, Zweifel und Mut entstehen Räume, in denen wir entscheiden müssen, was richtig ist. Was uns unser Gewissen sagt.

Der Kurs Darstellendes Spiel (Q2) hat in Gruppen Szenen zum Thema „Widerstand“ entwickelt. Dabei war es wichtig, dass trotz der unterschiedlichen Szenen ein roter Faden erkennbar bleibt. Darüber hinaus hat das gesamte Ensemble gemeinsam Bewegungen entwickelt und choreografiert, die das Thema weitertragen.

Das Stück verbindet drei unterschiedliche Perspektiven auf Widerstand: eine dystopische Geschichte, in der Machtstrukturen herausgefordert werden, eine Gruppendynamik-Situation, in der Anpassung und Mitlaufen auf die Probe gestellt werden, und eine Zukunftsvision, die die Rolle des Menschen im Zeitalter von Technologie und künstlicher Intelligenz hinterfragt.

Jede Szene lädt dazu ein, die eigene Haltung zu prüfen.

Wie würdest du handeln, wenn du selbst im Zwiespalt zwischen Angst, Zweifel und Mut stehst?

Welche Entscheidungen würdest du treffen – und welchen Preis wärst du bereit zu zahlen?

Finde es heraus am 09. und 10. März 2026 um 19:30 in der Aula der GSS. Der Eintritt ist frei.

Exkursion zur Gedenkstätte Breitenau

Am 11.02.2026 unternahm unser Geschichtskurs eine Exkursion zur Gedenkstätte Breitenau in Guxhagen. Ziel des Besuchs war es, die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers und Arbeitserziehungslagers der NS-Zeit zu verstehen und die historischen Orte direkt vor Ort zu erleben.

Nach unserer Ankunft begann der Tag damit, dass wir gemeinsam Vorwissen sammelten. Wir ergänzten einen Zeitstrahl, auf dem die wichtigsten Ereignisse der Breitenau-Geschichte eingeordnet wurden. Außerdem sammelten wir Fragen, die uns besonders interessierten. Nach einer kurzen Pause gingen wir als Gruppe hinaus und betrachteten im Rahmen einer Führung das Gelände; darunter das ehemalige Kloster, das heute noch erhalten ist. Wir beschäftigten uns mit der Ernährungssituation, den hygienischen Bedingungen und der Frage, wie das Leben und Überleben der Gefangenen damals beeinflusst wurde.

Besonders eindrücklich und zugleich erschreckend war für uns die Einzelzelle, in der aber tatsächlich mehrere Personen auf engstem Raum untergebracht waren. Vor allem die in die Wand eingeritzten Worte und Zeichen der Gefangenen haben uns sehr bewegt, da sie zeigen, wie die Inhaftierten versuchten, Spuren ihrer Existenz zu hinterlassen und ihre Gedanken oder Hoffnungen festzuhalten. Anschließend arbeiteten wir mit Kopien von originalen Akten aus der Zeit des Arbeitserziehungslagers. Jeder von uns bekam Akten von ehemaligen Gefangenen, die wir analysierten. Wir versuchten herauszufinden, woher die Menschen kamen, wie alt sie waren und wohin sie deportiert wurden. Nach einer längeren Mittagspause, in der wir uns stärken konnten, teilten wir uns in Gruppen auf und bereiteten Präsentationen vor.

Unsere Themen umfassten wichtige Orte und Gebäude der Gedenkstätte, wie zum Beispiel die Alte Pforte, die Arbeitsbaracke, die Zehntscheune, die Küche, das Landarmenhaus und das Frauenhaus. Als unsere Präsentationen fertig waren, gingen wir zu den jeweiligen Orten auf dem Gelände zurück und trugen dort unsere Ergebnisse der gesamten Gruppe vor. Das hat den Vorteil, dass man nicht nur im Seminarraum sitzt, sondern an dem Ort steht, über den man spricht. Zum Abschluss kehrten wir wieder in den Seminarraum zurück und gingen gemeinsam die zu Beginn gesammelten Fragen durch. Danach gab es noch ein Schlusswort und die Veranstaltung wurde beendet.

Für uns war der Besuch der Gedenkstätte sehr interessant, weil wir durch die Arbeit mit originalen Dokumenten und den Rundgang vor Ort viel besser verstanden haben, wie Menschen während der NS-Zeit leiden mussten. Besonders eindrücklich war, echte Akten zu lesen und persönliche Schicksale kennenzulernen; dies macht die historische Zeit viel greifbarer, als wenn man nur im Unterricht darüber spricht. Die Exkursion war sehr informativ, aber auch emotional belastend. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Erinnerungsorte wie die Gedenkstätte Breitenau sind: Sie helfen uns, nicht zu vergessen, was in der Vergangenheit geschehen ist, und regen zum Nachdenken über Menschenrechte und Demokratie an.

Marah Aydak

Rückschau: Tag der offenen Tür 2025

Der Tag der offenen Tür der Geschwister-Scholl-Schule fand am Samstag, dem 15. November statt. Von 9:30 Uhr bis 12:30 Uhr wurden den interessierten Besucherinnen und Besuchern sowie insbesondere den künftigen Schülerinnen und Schülern Einblicke in das breite Spektrum der Angebote unseres Oberstufen­gymnasiums geboten. Anbei einige Momentaufnahmen vom Tag der offenen Tür.

Impressionen von der Abiturfeier aus Körle

Am 30. Juni 2025 wurden in einem feierlichen Rahmen die Abiturzeugnisse an die Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2025 übergeben. Schulleiter Dirk von Sierakowsky beglückwünschte die 128 erfolgreichen Schülerinnen und Schüler zu den im Rahmen der Qualifikationsphase sowie der Abiturprüfungen erbrachten Leistungen.

Die Veranstaltung in der Berglandhalle in Körle wurde untermalt durch stimmungsvolle und mitreißende Beiträge der musikalischen Ensembles der Geschwister-Scholl-Schule.

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »