In der gymnasialen Oberstufe steht die Lektüre und Diskussion von Originaltexten im Zentrum des Lateinunterrichts. In der Einführungsphase werden beispielsweise Briefe von Plinius, Reden von Cicero oder Gedichte von Ovid gelesen. Dabei stehen die Themen Politik, römische Lebensart und Mythologie im Zentrum.

Lektürebegleitend werden wichtige Grammatikphänomene wiederholt und vertieft. Dazu wird ein entsprechender Wortschatz aufgebaut. Da in den Klausuren ein lateinisch-deutsches Wörterbuch verwendet werden darf, wird die Arbeit mit diesem Hilfsmittel trainiert. Mit etwas Einsatz wird man so fit für Cicero & Co. Grundlage für den Lateinunterricht an der GSS ist das Kerncurriculum für die gymnasiale Oberstufe.

Mit Ende der Einführungsphase wird das Latinum erreicht, sofern die Zeugnisnote des zweiten Halbjahres mindestens 05 Punkte beträgt. Noch immer sind Lateinkenntnisse wichtig für Studiengänge wie Geschichte, Archäologie, Theologie, Philosophie und romanische Sprachen (z. B. Französisch). Ob und wann das Latinum nachgewiesen werden muss, variiert von Universität zu Universität.

In den Halbjahren der Qualifikationsphase wird ein breites Themenspektrum bearbeitet:

Q1:      Rhetorik in Theorie und Praxis
Q2:      Individuum und Gemeinschaft
Q3:      Philosophie als Lehre und Lebenshilfe
Q4:      Romanitas und latinitas – Roms Erbe für Europa

Latein kann an der GSS als Grund- und Leistungskurs gewählt werden. Auch im Grundkurs ist es möglich, Latein als schriftliches oder mündliches Prüfungsfach im Abitur zu wählen. Im Mittelpunkt der Prüfung steht die Übersetzung und Interpretation eines Originaltextes.

Der Lateinunterricht an der GSS bietet die Möglichkeit, bedeutende Autoren der Weltliteratur kennenzulernen und Einblicke in eine Kultur zu gewinnen, die bei aller Fremdartigkeit wertvolle Erkenntnisse für unsere Zeit bietet. Wer Freude daran hat, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und zu erfahren, wie Menschen vor über 2000 Jahren gelebt, geliebt, gelitten und gelacht haben, liegt mit der Wahl von Latein genau richtig!

Für weitere Fragen steht die Fachsprecherin Birgit Eickhoff zur Verfügung.