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Mittwoch, 22. Mai 2013

Die „Musikalisch-Literarischen Abende“

 

Die Musikalisch-Literarischen Abende oder auch „Bunten Abende“ sind mittlerweile ein fester Bestandteil des „Kulturprogramms“ der GSS geworden und wurden im Jahr 2007 mit dem Reinhard-Selten-Preis ausgezeichnet. Bei diesen Abenden können kreative Schüler und Kurse ein- bis zweimal im Jahr unter einem vorgegebenen Motto Musisches und Literarisches, Ernstes und Humorvolles, Klassisches oder Aktuelles der Öffentlichkeit vorstellen. Im Jahre 2003 begannen die Inszenierungen mit dem „Romantischen Abend“, es folgten der „Tierische Abend“, „Alle Wetter“, „Zeit“, „Städte“ und „Licht und Schatten“. Während der Jubiläumswoche 2010 wurde „Geschwister – Zusammen ist man weniger allein“ aufgeführt. Im Jahre 2011 lautete das Motto „Seefahrer und Piraten". In diesem Jahr bereiteten Schülerinnen und Schüler zusammen mit dem Lehrerteam einen Abend mit dem Thema „Kranker Abend" vor.

 

Schüler der Geschwister-Scholl-Schule luden zum musikalisch-literarischen Abend ein

Adaptiert aus der HNA vom 07.02.2013

Originalartikel: www.hna.de/lokales/melsungen/viel-talent-buehne-2739799.html

 

Melsungen. Geschmackssache – mit Essen spielt man (nicht): so lautete der Titel des literarisch-musikalischen Abends, den Schüler der Geschwister-Scholl-Schule in Melsungen am Mittwoch in der Aula der Schule präsentierten.

120 Schüler aus den Kursen Deutsch, Musik, Sport, Kunst und Darstellendes Spiel beteiligten sich und hatten ein reichhaltiges Programm rund um das Thema Essen zusammengestellt.

So bunt wie die Farben von Gemüse und Obst waren die Beiträge, die süß, scharf, bitter und salzig schmeckten. Viele verschiedene Arrangements mit kurzen Beiträgen verschafften dem Publikum einen kurzweiligen, lustigen bis skurrilen Abend. Da waren zum Beispiel Gedichte von Ringelnatz, Schwarzmann und Grass zu hören, aber auch Eigenes trugen die Schüler vor.

Es gab Musik von den Toten Hosen, den Prinzen und Silbermond und eigene Kompositionen, wie das Lied Anorexia, das die Magersucht zum Thema macht. Sketche, Fernsehspots, Rhythmisches, Musik der Big Band und Lieder des Chores rundeten das Programm ab.

Man merkte den Schülern an, dass alles handgemacht war: die Identifikation mit dem Erarbeiteten war groß und bei den Darbietungen zeigten sich echte Talente auf der Bühne. Moritz Niebeling, der mit hinreißender Komik den Fleischfachverkäuferinnenfetischisten mimt sowie Milena Kerst und Dorothea Przyswitt, die ein Diät-Lied vortrugen, wobei sie sich nach jeder Essensorgie mit Ohrfeigen selbst bestraften, brachten das Publikum zum Toben.

Fernsehsendungen wie Rach – Der Restauranttester und ein Kochshow (Jenny Steffens mit französischem Akzent - hinreißend) wurden parodiert. Auch die heutigen Essgewohnheiten, die Schließung des letzten Schlachthofes in Melsungen und Diätverhalten waren Themen, die komisch aufs Korn genommen wurde. So gab es viel begeisterten Beifall und Gelächter im Saal. Ernst wurde es bei Themen wie Hunger und Magersucht. Mit Hilfe des Technik-Teams und der Bühnenhelfer verlief der Abend nahezu reibungslos. Und in der Pause gab es ein Büffet an kleinen, feinen Speisen zu kaufen.

Die Gesamtleitung der Veranstaltung hatten die Lehrer Marcus Noll, Elke Bussiek, Jörn Dahlke, Ramona Helmig, Jan Kramer, Elke Jenge, Julia Götte und Kathrin Melsheimer.

2003 fand zum ersten Mal ein literarisch-musikalischer Abend statt. In diesem Jahr gibt es drei Vorstellungen, die bereits ausverkauft sind.

Text: Agnes Dürr (HNA)

Bilder: Jan Kramer 

 

Der Musikalisch-Literarische Abend 2012

Musik- und Sprachtherapie in der „(Lehr-)Anstalt“

 

Im nunmehr neunten Jahr in Folge gelang es den Schülerinnen und Schülern der Geschwister-Scholl-Schule, im Rahmen des Musikalisch-Literarischen Abends einen kulturellen Höhepunkt in diesem Schuljahr zu setzen. Das von den Teilnehmern selbst gewählte Thema der diesjährigen Veranstaltung lautete: „Neues aus der (Lehr-)Anstalt: Ein „kranker“ Abend an der GSS“. 

Vom 8. bis 10. Februar war die Praxis geöffnet und die begeisterten Besucher wurden mit einem therapeutisch äußerst wirksamen Mix von Programmpunkten überrascht, welche die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrern Jörn Dahlke, Julia Götte, Ramona Helmig, Elke Jenge, Jan Kramer und Kathrin Melsheimer intensiv vorbereitet hatten. Schon im Eingangsbereich der Schule begegnete man allerorten bunten Viren an den Wänden, weißen Kitteln und Akteuren mit abenteuerlichen Verbänden.

Das Publikum wurde mit dem von allen beteiligten Schülerinnen und Schülern vorgetragenen Lied „Schilddrüsenunterfunktion“ launig auf den Abend eingestimmt, in dessen Verlauf dann die unterschiedlichsten Krankheitsbilder ausgelotet wurden. Die Darbietungen überzeugten vom Sologesang mit Gitarrenbegleitung über die etwas härteren Klänge eines Songs von Placebo bis hin zu einem Gospelchor, vom Cembalo über musikalische Pillenpackungen und Apothekerfläschchen bis hin zu den swingenden Bläsern der Bigband. Gleiches galt für die amüsanten szenischen Darstellungen, den Vortrag verstörender Gedichte Gottfried Benns sowie auch für die mitreißenden Dance Acts.

Vielschichtige Unterhaltung war garantiert: so konnten die Zuschauer tanzende Shopaholics bewundern und gleich im Anschluss eine Collage aus den Geräuschen hören, die erkrankte Spaziergänger auf einer Parkbank produzieren. Wer hätte gedacht, dass man seine Nase so melodisch putzen kann? Zu der von dem Kammermusikensemble vorgetragenen Titelmelodie der „Schwarzwaldklinik“ konnte so mancher im Publikum in Erinnerungen an die Halbgötter in Weiß schwelgen. Als Verführung in Weiß erwiesen sich hingegen die Tanzkünste der Schülerin Alexandra Elert, die gemeinsam mit ihrem Partner lateinamerikanischen Tanz auf Wettkampfniveau präsentierte.

Doch auch den dunkleren Seiten von Krankheit widmeten sich die jungen Künstlerinnen und Künstler. So stellte sich in der von Julia Salzmann und Svenja Kroll leidenschaftlich vorgetragenen Adaption eines Songs von Christina Aguilera ein „Kämpfer“ dem Krebs, während Melissa-Joy Degenhardt mit „Fix you“ von Coldplay das Publikum rührte. Durch ihre virtuose Darstellung eines seinerseits therapiebedürftigen „Psychopsychiaters“ hatte Leticia Wahl Abend für Abend die Lacher auf ihrer Seite.

Besonders die Wandlungsfähigkeit der Musiker und Darsteller beeindruckte, die stets aufs Neue ihr Talent unter Beweis stellten. Kicherte man noch eben über ihren Auftritt in der Rolle einer geplagten Mutter, verstörte Tamara Bodden wenig später mit dem Lied „The Art of Suicide“, um schon kurz danach als eine der aufreizenden Zahnarzthelferinnen zusammen mit Melissa-Joy Degenhardt und Mascha Bodden einen umwerfend komischen Jesper Tessin in seiner Lebensbeichte als Zahnarzt aus dem „kleinen Horrorladen“ zu unterstützen.

Am Ende spendete ein begeistertes und erfolgreich therapiertes Publikum Beifall und ersehnt sicher schon den Rückfall im nächsten Jahr.

Birgit Eickhoff, Jan Kramer

 

Der Musikalisch-Literarische Abend 2011

Die HNA berichtete am 06.02.2011 (http://www.hna.de/nachrichten/schwalm-eder-kreis/melsungen/geschwister-scholl-schueler-kultureller-kaperfahrt-1111645.html)

 

Geschwister-Scholl-Schüler auf kultureller Kaperfahrt

Melsungen. Zwei Abende voller Seemannsgarn und Piratenromantik boten etwa 60 Schüler aller Jahrgänge der Geschwister-Scholl-Schule in Melsungen der begeisterten Schulgemeinde.

„Hey, hey, Wickie“: Schmissig vorgetragen wurde der Titelsong aus der Zeichentrick-Wikinger-Serie vom Kammermusik-Ensemble und dem Projektchor. Fotos:  Brandau

Bei dem mittlerweile zur Tradition gewordenen kulturellen Höhepunkt im Schulleben können die Gymnasiasten eigene Gestaltungsideen zu einem fächerübergreifenden Thema verwirklichen – diesmal hatten sie Thema „Seefahrer und Piraten“ gewählt.

Mit „Hoist the Colours“ hisste die verwegene Crew der raubeinigen Piraten und hinreißenden Seeräuberbräute die Startflagge für ein kurzweiliges Programm mit vielfältigen musikalischen und literarischen Interpretationen des Themas. Die Musik stand dabei im Vordergrund. Beeindruckende Eigenkompositionen sowie teils eigenwillige Umsetzungen bekannter Stücke von Brecht über Styx und Silbermond bis zu traditionellen Shanties und Volksliedern begeisterten das Publikum. „Mein Gott, sind die gut!“, rief eine Zuschauerin nicht nur einmal den jungen Akteuren zu.

Die Brecht/Weill’sche SeeräuberJenny alias Tamara Bodden, begleitet von Björn Schreck, brillierte neben Seeräuber-Opa Fabian aus „Pippi Langstrumpf“ (Svenja Kroll, Letitia Wahl). Die selbst komponierte „Ballad of John Silver“ (David Höth, Lea Teschauer, Julia Hansmann) ließ die Schatzinsel von Robert Louis Stevenson am Horizont auftauchen, während die Loreley durch die Eigenkomposition von Jonas Breitenstein, Katharina Dück und Sandra Bodden interpretiert wurde.

Besonders die GSS-Big Band unter Leitung von Elke Jenge brachte die Planken der Aula zum Beben. Aber auch die gesprochenen Textbeiträge verdienten große Beachtung. Die altgriechische Kurzfassung von Homers Odyssee hatte die Lacher verdientermaßen auf ihrer Seite. Kreativ und gekonnt vorgetragene Lesungen zu „Moby Dick“ in Prosa und Lyrik sowie der Vortrag „Die Frau am Meer“ nach Motiven von Henrik Ibsen (beides von Olga Dinner, Jenniffer Kuhnt und Milan Schomber) lösten das Versprechen des literarischen Anteils ein.

Insgesamt gab es viel Lob für die gesamte Besatzung und die Kapitäne und Steuermänner und -frauen (Elke Bussiek, Jörn Dahlke, Ramona Helmig, Elke Jenge, Jan Kramer und Kathrin Melsheimer). Auch die Kombüse (Sport-GK) die Technik (Dana Krippendorf u.a.) und die Matrosen vom Bühnenaufbau verdienen Anerkennung. (zbr)

 

Musikalisch-Literarischer Abend 2010

Auch im Schuljahr 2009/10 gab es mit dem Musikalisch-Literarischen Abend (27./28.01.) einen kulturellen Höhepunkt an der Geschwister-Scholl-Schule in Melsungen.

Da dieser Abend ein Bestandteil der Jubiläumswoche der GSS war, stand er unter dem Motto „Geschwister- Zusammen ist man weniger allein“. Über 50 Schülerinnen und Schüler beleuchteten an diesem Abend ganz unterschiedliche Sichtweisen auf Geschwister: Einzelkind oder Zwillinge, Zusammenhalt, Streit und Versöhnung oder die Gegensätzlichkeit von Geschwistern waren nur einige Aspekte. Chor, Combo, Kammermusikensemble und  Schulband haben eifrig geprobt, von klassisch bis rockig, von melancholisch bis heiter war für jeden etwas dabei. Schülereigene Kompositionen waren ebenso zu hören wie selbst verfasste Gedichte und Texte sowie weitere literarische Leckerbissen, die kreativ in Szene gesetzt wurden. Die Zuschauer waren begeistert.

Humorvoll ging es auf den beiden Kabarett-Abenden mit Justus Riemenschneider zu, der zugunsten der Geschwister-Scholl-Schule am 22. und 23. Januar 2010 sein Programm „Vom Urknall bis zur GSS“ präsentierte und aufgrund der großen Nachfrage noch zwei Zusatztermine möglich machte. In diesem Rahmen sorgten unter anderem einige Schüler für musikalische Unterstützung und gaben bereits erste musikalische Ausblicke auf die Bunten Abende.

Der Musikalisch-Literarische Abend 2009: „Licht und Schatten – schwarz und weiß“

„Licht und Schatten - schwarz und weiß“ – und obwohl der Abend wieder alles andere als schwarz und weiß war, sondern bunt, kam der thematisch rote Faden von „schwarz und weiß“ nicht nur in den Darbietungen der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Kleidung, sondern auch in der Kulisse und dem kulinarischen Angebot zur Geltung.

Diese Farbmetaphorik findet sich sonst auch an der Außenfassade der Schule wieder, nicht aber an diesem Abend, denn wer sich Donnerstag oder Freitag der Geschwister-Scholl-Schule näherte, erkannte sie nicht wieder. Das gesamte Gebäude erstrahlte in einer Komposition aus Violett und Grün. 

Ähnlich farbenfroh war dann auch das Programm – Tanz, Gesang, Bands, musikalische Stücke, kurze, ernste und lustige Szenen, Gedichte sowie Kurzgeschichten wurden dem begeisterungsfähigen Publikum geboten.

Licht und Schatten liegen aber nicht nur inhaltlich auf der Bühne eng beisammen, sondern der Abend hatte leider auch seine Schattenseiten. Aufgrund des flammenden Applauses des aufgeheizten Publikums am Donnerstag Abend war die Aula am Freitag bereits innerhalb von wenigen Minuten gefüllt, sodass wir zu unserem Bedauern nicht allen Platz und somit einen gelungenen Abend mit vielen Lichtgestalten bieten konnten. 

Wir bedauern dies und hoffen sehr, dass Sie uns dennoch die Treue halten, insbesondere da wir bereits dabei sind, die Sitzplatz- und Raumgestaltung zu überdenken.

Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis und garantieren Ihnen, dass wir Ihnen allen, wenn im nächsten Jahr die Bühne in neuem Glanz erstrahlt, eine ähnlich gute Show liefern werden. Darauf freuen wir uns sehr!

Ihr „Bunter Abend“ Team!

 

Die HNA berichtete am 06.02.09: 

Licht und Schatten

Literarisch-Musikalischer Abend der Scholl-Schule begeisterte

Von Lena Bierach 

Melsungen. Man stelle sich vor, es gäbe eine Königin namens Licht und eine Königin namens Schatten - wie würden sie sein? Richtig - völlig gegensätzlich. Doch jeder weiß: Ohne Licht kein Schatten, und Gegensätze finden zueinander. 

Wie ein roter Faden spannen sich die Diskussionen der Licht- und Schattenfiguren, die von Sophia Köhler und Roya Asef personifiziert wurden, durch das Programm beim Literarisch-Musikalischen Abend der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) Melsungen. Etwa 140 Schülerinnen und Schüler aller drei Jahrgangsstufen zeigten am Donnerstagabend in einem dreistündigen Programm, was sie unter dem Motto "Große Lichter werfen ihre Schatten voraus" verstehen. 35 Stücke waren es schließlich, die dem Zuschauer geboten wurden, und zwölf der Beiträge wurden von den Schülern in eigener Arbeit komponiert und verfasst. 

Der Bunte Abend, wie er bei den Schülern der GSS auch genannt wird, beanspruchte bei den Zuschauern alle Sinne: Schattenspiele, Theater und ein Tanz waren bei wechselnder Beleuchtung etwas für das Auge. Instrumentale Auftritte, Chorlieder, Bandbeiträge und ruhige Akustik-Musik gingen ins Ohr. Und so manche Beiträge, wie das Musikstück "Over at the Frankenstein Place", bereiteten Gänsehaut. 

Sowohl das Bühnenbild als auch die Kleidung der jungen Künstler waren mit den Farben Schwarz und Weiß passend auf das Thema abgestimmt. 

Zum Ende des Abends breitete sich tosender Applaus in der Aula der GSS aus, und von den Lehrern gab es ein großes Lob an die Darsteller: "Der gesamte Abend war ein Kunstwerk", sagte Musiklehrerin Kathrin Melsheimer voller Freude und stimmte das Schlusslied an. 

Schon zu Beginn des Halbjahres hatten sich die Schülerinnen und Schüler in den Musik- und Deutschkursen auf den Abend vorbereitet, der den Höhepunkt jedes Schuljahres darstellt. Auch die Musik-Ensembles, bestehend aus dem Chor, der Jazz-Combo und dem Kammermusikensemble, ließen ihren Ideen zum Motto des Abends freien Lauf. In der Songwriting AG, die von der GSS angeboten wird, wurden eigene Liedertexte verfasst und geeignete Sängerinnen und Sänger gesucht. Bei der Projektwoche (wir berichteten) gab es zudem eine Gruppe, die sich mit dem Bühnenbild und weiteren Beiträgen beschäftigte. 

Am Ende der Woche wurde Bilanz gezogen: Die Lehrer, die als Jury fungierten, entschieden, welche Stücke für den Abend geeignet waren. "Natürlich konnten wir nicht alle Ideen nehmen. Durch die Auswahl haben wir versucht, mehr Vielfalt in den Abend reinzubringen", sagte Deutschlehrerin Christine Reitz.