Amerikaaustausch Ostern 2009
Dieses Jahr hat erneut eine handverlesene Auswahl Unter-18-Jähriger unserer Schule unter der Schirmherrschaft der „Friendship Connection“ die Möglichkeit, für vier Wochen über den „großen Teich“ zu fliegen und einmal die unendlichen Weiten Amerikas kennen zu lernen. Die Schülerinnen und Schüler werden in Sacramento, Cleveland, Pittsburgh, Charleston und Las Vegas ihre Zelte in Gastfamilien aufschlagen und die ortsansässige High School besuchen. Der pädagogische Vorteil der Friendship Connection-Idee besteht für die Jugendlichen darin, dass die Partner beispielsweise nach gemeinsamen Interessen ausgesucht und sie nicht etwa zusammen mit Freunden oder ganzen Schulgruppen in die USA vermittelt werden. Dadurch haben unsere sechs Schülerinnen und Schüler nicht nur die Möglichkeit, den größtmöglichen Input der Fremdsprache zu erhalten, sondern zusammen mit dem Austauschpartner das Schulsystem unter die Lupe zu nehmen sowie den „American way of life“ ohne störenden Einfluss hautnah erfahren zu können.
Da ich zwar als Begleitperson unsere Schule repräsentiere, nicht aber unsere Lernenden an ihre Zielorte begleiten werde, sehe ich mich ähnlich wie die Sechs ungeahnten Herausforderungen ausgesetzt. Ich werde zwar mit der selben Maschine wie sie nach Chicago fliegen, betreue aber bereits ab Frankfurt sowie auf dem gesamten Hinflug eine mir völlig fremde Gruppe von 30 Teilnehmern aus unterschiedlichen Schulen Hessens und Baden-Württembergs. Unsere Schülerinnen und Schüler unterstehen dann ebenfalls der Verantwortung ihrer jeweiligen Begleitperson. Sicher stellt die Phase am Flughafen –gewissermaßen der erste Kontakt- die größte Herausforderung dar. Sind alle aus der Gruppe am Flughafen? Kommen alle ohne Probleme durch die Flughafenkontrollen bei der Einreise in die USA? Sind noch alle Schüler da, wenn es in Chicago darum geht, für den "connecting flight" rechtzeitig einzuchecken? Mit Spannung, aber jeder Menge Zuversicht und enorm viel Vorfreude blicken alle nach vorn und können es kaum erwarten, ihre Partner am Zielflughafen zu treffen.
Sicher wird es eine interessante Reise und eine wichtige Erfahrung, denn schließlich müssen alle Teilnehmer von Anfang an ein hohes Maß an Eigenständigkeit und Eigenverantwortung unter Beweis stellen.
Ob oder welche Probleme sich tatsächlich ergeben haben, wie unterschiedlich die Lebensweisen sind oder ob es doch mehr Gemeinsamkeiten gibt, als erwartet, werden die Reisenden dann nach ihrer Rückkehr genauer berichten.
Wir freuen uns bereits jetzt schon auf diese vier aufregenden Wochen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wir werden sie nutzen!
Christine Reitz

